...schon mal über`s Geld nachgedacht?

Geld geschenkt zu bekommen ist heutzutage nicht mehr unüblich. So ist es möglich, keine Fehler bei der Auswahl eines Geschenkes zu machen. Hübsch verpackt in einem Umschlag mit Schleife oder aber mit einem festen Händedruck in die Hand gelegt, hat ein Geldschein zunächst nicht den Anschein, als wäre er etwas, worüber man großartig nachdenken muss. Höchstens der Wert des Geldscheines ist für uns interessant.

Nun habe ich mich aber doch mal gefragt, warum es oder wie lange es Geldscheine überhaupt gibt?

Fest steht, dass Münzen früher nicht ganz fälschungssicher waren und so nicht mit einem beliebigen Nennwert ausgestattet werden konnten. Aufgrund immer häufiger werdender Transaktionen und des Aufschwunges im Handel wurde eine immer größere Anzahl an Münzen gebraucht. (welche man natürlich nicht mehr so einfach im Geldsäckel mit sich herumschleppen konnte). Deshalb wurde eine Banknote aus Papier eingeführt. Es heißt, dass das erste Papiergeld um 1024 in China als Notgeld zur Finanzierung eines Krieges erfunden worden sei. Marco Polo entdeckte um 1276 auf seiner Reise kaiserliche Banknoten, welche als Zahlungsmittel benutzt wurden.

In Europa wurde erst 1483 in Spanien Papiergeld als Zahlungsmittel eingesetzt und das nur, weil die Münzen knapp waren. 1609 begann Amsterdam mit der Herausgabe von Banknoten, 1661 folgte Stockholm. 1718 bis 1720 in folgte Frankreich mit der Ausgabe von Banknoten in großem Maße, um 1800 kamen die sächsischen und preußischen Staatspapier- und Tresorscheine des 18. Jahrhunderts, die Banknoten der Wiener Währung sowie die Assignaten der französischen Revolutionszeit um 1791. Ab 1900 wurde die Banknote in Deutschland allgemein eingeführt und neben den Münzen als Zahlungsmittel akzeptiert. Durch die vom herausgebenden Herrscher verordnete Annahmepflicht, zum Beispiel bei Steuerzahlungen an ihn selbst, wurde Papiergeld als Zahlungsmittel zwangsweise bei den Bürgern eingeführt, die die Vorteile der Banknote bei großen Zahlungen schnell erkannten. Zum Beispiel wogen 1000 silberne Zollvereinstaler rund 18 kg, zwei Banknoten über 500 Taler dagegen fast nichts.

Die drei größten Geldscheinsammlungen der Welt sind übrigens die HVB Stiftung Geldscheinsammlung in München (300.000 Banknoten), das Smithsonian Institution in Washington und das Britisches Museum in London.

Nun, nachdem ich mal darüber nachgedacht und recherchiert habe, bin ich froh, dass es Geldscheine gibt, denn wer bekommt schon 18 Kilo Taler in einen Umschlag oder mal eben so in die Hand gedrückt. Heutzutage kann man sich ein Leben ohne Papiergeld gar nicht mehr vorstellen. Oft beschränkt sich ja der Geldbesitz auch nur noch auf eine einzige Plastikkarte. Obwohl...!? Eine prall mit Münzen gefüllte Spardose, die richtig schwer ist und irgendwann mal auf den Hammer wartet, hat doch auch was...finde ich.


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